Liebe Rock & Bluesfreunde, nach dem Konzert ist vor dem Konzert !

Das nächste Highlight im September ! … wir freuen uns auf Euch!

Samstag, 21. März 2026, 20.00 Uhr
Live im Joker Rock & BLUES CLUB

Danke an alle für diesen tollen Abend

Ally Venable Band & Luca Holkenborg Band

Das einstündige Konzert eröffnete die Luca Holkenborg Bnd mit der Nummer „Scuttle Buttin'“.
 Dieses Instrumental war der perfekte Einstieg in einen Gig, der deutlich zeigte, dass Luca Holkenborg ein Teenager ist, der den Blues hat.

Nicht nur dieses Stevie Ray Vaughan-Stück brachte ordentlich Stimmung in den Joker Rock & Blues Club.
“Lenny“ war ein weiterer Stevie Ray Vaughan-Song, in dem Luca Holkenborg zeigte, wie sehr der den Blues des Texaners verinnerlicht hatte.

Theo Jacobs zupfte herrlich melodische Bass-Läufe und Schlagzeuger Johan van Lanen untermauerte die Rhythmik mit einer Vielzahl an Variationen.
Für das Können eines Luca Holkenborg werden die Talent-Schuhe langsam zu klein.

Bekanntlich lernt man ja nie aus und wenn seine Entwicklung so weitergeht, dann darf man noch Großes von ihm erwarten.

Text: 2026 | Joachim Brookes | RockTimes

Als das Trio nach der Ansage von Stefan Deckers die Bühne betrat, waren wohl nicht wenige Blicke auf den Bassisten EJ Bedford gerichtet, denn er hatte eine verkleideten Tieftöner geschultert. Der fünfsaitige Plüsch-Bass war ein Hingucker.
Mit „Brown Liquor“ prostete die Bandleader dem Publikum danach musikalisch zu.
 Gleich zu Beginn war bei Ally Vanable Wah Wah-Action angesagt.

Bei flottem Tempo machte der Blues Rock der Texanerin richtig Laune und bei einem Blick in die Runde sah man viele Leute tanzen oder rhythmisch mit dem Fuß wippen. Schon zu Beginn sorgte Ally Venable für tolle Stimmung beim Publikum und die sollte anhalten, als das Trio den ersten Slow Blues präsentierte. Der Zauber von „Maybe Someday“ verteilte sich in alle Ecken der Location. Ihr großes Können auf den sechs Saiten E-Gitarre zeigte sie in einem XXL-Solo und ihre tolle Stimme stand im Vordergrund, als sie dieses Stück in einem emotionalen a cappella-Teil enden ließ.
Ein weiterer mit großer Hingabe gespielter Blues aus der verkehrsberuhigten Zone war „Do You Cry“. Gefühlvoller Wah Wah-Pedal-Einsatz, feinstes Fingerpicking sowie eine großformatige Solo-Fahrt waren die Freude bereitenden Zutaten dieser Nummer.

Mit Stolz in ihrer Stimme erzählte Ally Venable über ihre Tour gemeinsam mit Buddy Guy.
 Für „Texas Louisiana“ bat die Musikerin dann Luca Holkenborg auf die Bühne. Sein Verstärker und seine Gitarren waren beim flotten Umbau nicht weggeräumt worden. Im ersten Solo dieses Tracks präsentierte sich Luca Holkenborg immer noch in bester Spiellaune und er dürfte wohl mächtig geehrt fühlen, gemeinsam mit der Amerikanerin zu spielen. Nach einem Ally Venable-Alleingang gab es für eine improvisierte Session bestehend aus einem Frage-Antwort-Part viel Szenenapplaus.

Verschärft durch EJ Bedfords gesplappten Bass gab es mit „Stopper Back Papa“ eine heiße Wah Wah-Pedal-Funk-Nummer auf die Ohren und nach einem infizierenden Boogie à la Canned Heat setzte EJ Bedford nach seinem Plüsch-Bass noch einem oben rauf, denn für eine Power-Ballade schulterte er einen sechssaitigen Tieftöner.

Dieses Song-Bündel wurde garniert mit einer wilden Interpretation des Jimi Hendrix-Klassikers „Fire“.
Über einen instrumentalen Slow Blues als Tribute an Stevie Ray Vaughan, in dem Isaac Pulido für feinste Rhythmuswechsel sorgte im Folgenden kam es zur Bandvorstellung. Bass-Meister EJ Bedford sowie Schlagzeuger Isaac Pulido konnten sich in kurzen Solo-Einlagen profilieren und es kam, wegen mit EJ Bedfords sechssaitigem Bass kam es noch zu einer zwölfsaitigen Improvisation mit einem gekonnten Showteil. Ally Venable und EJ Bedford gingen mitten auf der Bühne auf die Knie und improvisierten prächtig miteinander.
 Klar, lautstark wurde eine Zugabe gefordert und man bekam einen Hammer von Riff-Rock-Blues geboten.

Ein krönender Abschluss eines eineinhalbstündigen Ally Venable-Gigs, der beim Publikum wohl keine Wünsche offen ließ.

Zweieinhalb Stunden Blues in einer tollen Variationsbreite brachten strahlenden Sonnenschein in den Joker Rock & Blues Club in Geldern.
 Beide Daumen hoch und Hut ab für beide Trios.

Zu einem tollen Konzert gehört auch ein klasse Sound. Dafür geht ein großer Dank an Stefan und Patrick.

Text: 2026 | Joachim Brookes | RockTimes