12.09.2026 Bring your own beer & Sonic Whip
Der Joker Rock & Blues Club in den Lindenstuben …
… hier noch mal ein kurzer Rückblick !!!
Liebe Rock & Bluesfreunde… „Joker Rock & Blues Club“ feiert Bring your own beer und Sonic Whip!
Danke !!! Das Konzert war großartig und bot abwechslungsreiche Unterhaltung auf hohem Niveau.
Sonic Whip
Sonic Whip. Der Dynamik-Zeiger reichte bis zum roten Bereich.
Ein Name, ein Synonym für geballte Energie.
Ein Trio, das zu Beginn seiner noch jungen Karriere die Welt erobern möchte. Sonic Whip. Heavy Rock an der Grenze zum Stoner Rock.
Die Combo bot einen par force-Ritt durch Songs ihrer Alben „Triskelion“ (2021), „Spinning Around“ (2024) sowie „Sonic Whip II“ (2026).
Die hochgradig rockende Musik spiegelte sich in einer überschwänglichen Bühnenshow wider. Auf der Bühne war alles vorbereitet. Ohne die drei Musiker wurde der Gig durch Musik vom Band eingeleitet und mit „Silhouettes“ wurde sofort klar, wo der Hammer des Heavy Rock hing.
Mit den noch folgenden Nummern befand sich das Trio fast ausschließlich auf der linken Seite einer Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung.
Gleich anschließend folgte „Survive“. Auf seinem Rickenbacher-Bass sorgte Kevin Clerence für durchdringend-harte tiefe Tone. Zur Verstärkung zupfte er die dicken Saiten zeitweise auch noch mit einem Plektrum.
Bei aller rockenden Härte verzichtete man – besonders bei den Refrains – nicht auf melodische Zutaten. Während dieser Phasen machte sich eine gewisse Leichtigkeit, wie zum Beispiel bei „Get Me Away“, in der Sonic Whip-Musik bemerkbar. Schlagzeuger Florian Bevelander sorgte für den einen oder anderen Fußwippen-Groove. Klasse!
Sein Bruder Meryn Bevelander bündelte seine Energie in E-Gitarren-Soli, zu deren Entfaltung er einen Platz am Bühnenrand aufsuchte. Gleich zweimal unternahm er einen Spaziergang durchs Publikum und spielte beim letzten Mal noch bis auf die Bühne sein Arbeitsgerät hinter dem Kopf. Tolle Showeinlage!
Der Frontmann sang mit einer Stimme voller Emotionen und nahm oftmals im wahrsten Sinn des Wortes die Rolle eines Shouters ein.
Beim Bassisten und Meryn Bevelander war darüber hinaus auch Headbanging angesagt.
Bezüglich „Breathing Out“ entstand der Eindruck, dass man es bei diesem Track durch seinen ruhigen, geradezu verträumten Beginn, mit einer Ballade zu tun hatte. Im Refrain verfügte das Stück über eine ansprechende Dynamik. „Jump Into The Fire“ entpuppte sich als ein ganz heißes Eisen des Heavy Rock und entsprechend energisch trommelte Florian Bevelander. Für den Schlagzeuger öffnete sich bei „Invincible“ sozusagen der Vorhang, denn während seines Alleingangs folgen die Drumsticks nur so über die Felle und die Double-Bass-Attacke traf mit voller Wucht in die Magengegend.
„Let There Be Rock“ war eine verwegene Sonic Whip-Rock’n’Roll-Mixtur, garniert mit einer Frage-Antwort-Einlage zwischen dem Gitarristen und Drummer. Super! Oft nutzte Meryn Bevelander die Möglichkeit, den Klang seiner E-Gitarre durch Soundeffekte, inklusive Wah Wah-Pedal-Action, zu bereichern.
Wer im Publikum auf Heavy Rock stand, kam hier voll auf seine Kosten.
Text: 2026 | Joachim Brookes | RockTimes
Bring your own beer
Nach einer kurzen Umbaupause enterte Bring Your Own Beer die Bühne.
„Lighting In A Bottle“, ein Song, wie ein Blues Rock-Strahl. BYOB hatte das Publikum im Handumdrehen ganz auf seiner Seite. Die Gig-Eröffnung war ein Hinweis darauf, dass man erwartungsfroh auf die noch folgenden neunzig Minuten schaute. Bei „Chasing That 21“ setzte sich der Saitenzauberer Florian Putz bestens in Szene. Er begeisterte die Anwesenden durch ein fantastisches XXL-Solo. Szenenapplaus!
Neben Eigenkompositionen, natürlich auch vom in der Einleitung des Konzertberichts erwähnten Debütalbum „Out Of Style“, brachte das Quartett noch handverlesene Coversongs in der Setlist unter.
„Come Together“, im Original von The Beatles schon musikalisch massiv, verwandelte BYOB in einen tonnenschweren Blues und „Ain’t No Sunshine“ von LINK Bill Withers glänzte in einer draufgängerisch-feurigen Interpretation ausgestattet mit feinen Gitarren-Klangeffekten. Ein Frage-Anwort-Intermezzo zwischen Sänger Christian Reclik sowie Florian Putz sorgte für Begeisterung.
„Cruise Blues“ entwickelte sich zu einem der vielen Highlights des Bring Your Own Beer-Auftritts. Schlagzeuger Finn Wenzel packte den Groove aus und Sänger Christian Reclik glänzte nicht nur durch sein Outfit mit Hut und Sonnenbrille. Sein angerauter Gesang zeugte von viel Verve und Energie. Außerdem war er auf den Brettern ungemein viel unterwegs. Mal beim Gitarrist, mal beim Bassist und nicht nur einmal wandte er sich zum Meister der Beats sowie Rhythmuswechsel. Der Drummer sorgte mit seinen Vorgaben für das eine oder andere große Finale eines Tracks.
Bei „BOMM“ klatschte das Publikum den Rhythmus lautstark mit und „YWRM“ lud BYOB mit einem faszinierenden Rock’n’Roll auf. In einem ruhigeren Part war es Florian Putz, der von feinstem Feeling und ansteigender Dynamik geleitet, ein erstklassiges Solo präsentierte.
Auf den Gitarristen zeigend, ließ Christian Reclik die Anwesenden wissen, dass Florian Putz‘ Inspiration bei einem gewissen LINK Jimi Hendrix lag. Fast selbstverständlich ergab sich daraus ein „Hendrix Medley“. Schon ein Einleitung machte klar, dass der Klassiker „Voodoo Child“ den Starplatz des Medleys einnahm. Der Gitarrist befand sich mit viel Wah Wah-Pedal-Einsatz in der freien Solo-Interpretation und der Song „Hey Joe“ wurde gekrönt von einer fantastischen Jam-Session gemeinsam mit Meryn Bevelander, der unter Beifall von Christian Reclik auf die Bühne gebeten wurde. Ja, eine Jam-Session, die – angetrieben von der schier grenzenlosen Spielfreude – nicht enden wollte. Natürlich zeigten die beiden Sechssaiter-Spezis auch in einer Frage-Antwort-Einlage ihr außergewöhnliches Können und der BYOB-Drummer sowie Bassmann Philipp Pfetzing begleiteten das spontane Treiben entsprechend wuchtig oder zurückhaltend. Da war echtes Einfühlungsvermögen angesagt. Ein Highlight der beiden Konzerte, denen Soundmann Stefan von Rockline den perfekter Klang gab und für eine Lightshow sorgte. „Raise Your Glasses“ machte beste Werbung für das als limitierte LP erhältliche Debütalbum und auch „I’m Good“ mit Alvis, einem weiteren Special Guest, an der Gitarre konnte als Kaufempfehlung überzeugen.
Bei der Zugabe setzte die Combo auf Zurückhaltung, denn „Fortuneteller“ mit Alvis-Solo präsentierte das hohe Niveau der Gruppe. Am Anfang sang Christian Reclik, nur durch von einer sehr dezent eingesetzten Gitarre, fast a cappella und zunächst als Slow Blues gestartet, kam es final zu einem musikalischen Vulkanausbruch.
Bring Your Own Beer waren in Bestform und die Begeisterung des Publikums drückte sich in viel Szenenapplaus sowie Beifall aus.
Das Konzert war großartig und bot abwechslungsreiche Unterhaltung auf hohem Niveau.
Einen Wermutstropfen hat die ganze Sache dann doch, denn die Termine rund um den Auftritt im Joker Rock & Blues Club werden als Abschiedstour angekündigt. Da verlässt eine tolle Band die regionalen und überregionalen Bühnen.
Text: 2026 | Joachim Brookes | RockTimes





































